Firma / Vertreter:
- Praxis für Körperarbeit und Psychotherapie
- Sarah Weismüller, Dipl.-Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Gesundheitspraktikerin
Ausstellung / Stichworte:
- Tanz
- Tai Chi Chuan (Wu-Stil)
- Körperwahrnehmung
- Craniosacrale Biodynamik
- Körperorientierte (Trauma-)Psychotherapie
- Systemische Psychotherapie
Vortrag:
-
"Der Körper erinnert sich - Körperarbeit in der Psychotherapie", Sonntag, 3. Oktober, 14.00 Uhr, Saal 2
Viele Menschen äußern den Wunsch "mehr bei sich" zu sein, also mehr in ihrem Körper, bewusster im Leben zu sein.
Der Körper hat in meiner psychotherapeutischen Arbeit einen zentralen Platz, denn er "erzählt" Details, die über die rein sprachliche Arbeit nicht zugänglich wären. Er ist eindeutig in seiner Aussagekraft, ein treuer Begleiter und birgt seine eigene Weisheit in Bezug auf (Über-)Leben in sich. Erleben wir belastende Situationen, ist unser Körper und unser Nervensystem unmittelbar betroffen, kann die Belastung nicht angemessen verarbeitet werden, führt dies zu zahlreichen körperlichen und psycho-sozialen Symptomen. Gelingt es in der Therapie wieder, das Vertrauen in den Körper zurück zu finden, wird er zu einer starken Ressource und zur Quelle von Kraft, Lebensfreude, Erdung und Selbstliebe.
Der Vortrag beschreibt die Verwendung von körperorientierter Traumaarbeit, der Craniosakralen Biodynamik und anderen körperwahrnehmungsorientierten Methoden mit Beispielen aus meiner Praxis.
Kontaktdaten:
|
Firma
|
Praxis für Körperarbeit und Psychotherapie Sarah Weismüller
|
|
Strasse |
Nauwieser-Strasse 19
|
|
Zusatz |
|
|
PLZ/Ort |
D-66111 Saarbrücken
|
|
Telefon |
06 81 - 3 83 68 56
|
|
Telefax |
|
|
Mobil
|
01 73 - 8 56 91 69
|
|
e-Mail
|
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
|
|
Homepage
|
www.weismueller.name
|
Details:
In meiner Praxis für Körperarbeit und Psyche biete ich ein umfassendes Spektrum rund um Bewegung, Berührung und Bewusstsein an. Mein übergeordnetes Ziel ist es, die Menschen zu unterstützen mehr Kontakt mit ihrem Körper und mit ihrem inneren Wesen zu bekommen. Sozusagen "freilegen, was da ist und finden, was mich innerlich berührt und führt".
Mit meinen Klienten schaue ich individuell welcher Zugang gerade sinnvoll ist.
- Zeitgenössischer Tanz und Improvisation: dies ist ein moderner Tanzstil, der sich am Besten als eine Mischung aus funktional-anatomischen Bewegungsprinzipien, Improvisation und Bodenarbeit beschreiben lässt. Er zeichnet sich durch dynamische, fließende und "körper-logische" Bewegungen aus. Die Improvisation ist ein wesentlicher Teil und wird meist an einem mehr oder weniger offen gefassten Thema orientiert. Dabei geht es darum Tanz als kreativen Prozess zu erleben. Sich selbst auszuprobieren, eine eigene Bewegungssprache zu finden und mit anderen das Zusammenspiel zu erleben, so werden nonverbale Kommunikationswege mehr in den Vordergrund gestellt. Das eigene Schaffen wird in einen bewertungsfreien, unterstützenden wie auch fördernden Rahmen eingebettet und steht im Zeichen der Erweiterung von "Spielräumen" und Freude an der Bewegung.
- Tai Chi Chuan (Wu-Stil): Der Wu-Stil ist geprägt durch präzise, langsame Bewegungen, dich sich spiralig durch den Körper fortsetzen. Dieser Tai Chi-Stil führt zu einer guten Zentrierung und Erdung der Übenden. Die Präzision und Komplexität der Bewegungen lädt ein, innerlich zu verlangsamen und mehr in den Körper hinein zu spüren. Man wird mit der Zeit ruhiger und ausgeglichener, da man mehr im Körper ankommt.
- Craniosakrale Biodynamik: dies ist eine Weiterentwicklung der biomechanischen Craniosakraltherapie. Sie ist nicht invasiv oder manipulativ und wirkt auf einer tieferen Ebene sehr entspannend und regenerierend. Mit leichten Berührungen gehe ich in Kontakt mit dem Klienten. Dabei begegne ich dem Klienten mit Achtsamkeit und Respekt, so dass für ihn eine vertrauensvolle Atmosphäre entstehen kann. Ich bleibe in verbalem Kontakt mit dem Klienten, um seine Bedürfnisse und Empfindungen mitzukriegen und um für ihn sicher zu stellen, dass er mit allem, was er zeigen will, gesehen wird und Raum da ist, sich auszudrücken. So ist mein Ansatz weniger physiotherapeutisch ausgerichtet, als vielmehr an Körper- und Selbsterfahrung (gesundheitspraktische oder psychotherapeutische Orientierung). Die Sitzungen haben daher eher Ziele wie: mehr Ruhe und Entspannung finden, Symptome erkennen und verstehen, psychische Ursachen erkennen und bearbeiten, fördern der eigenen Heilungskräfte und erspüren des inneren wahren Wesens in jedem von uns.
- Körperwahrnehmung: hierfür greife ich auf meine Erfahrungen in unterschiedlichen Körperwahrnhemungstechniken und den oben genannten Methoden zurück. Zentrale Themen sind für mich die Verbesserung eines Spürbewusstseins, Entwicklung eines funktional-anatomischen Verständnisses, so dass Bewegungen und die Körperaufrichtung leichter geschehen können, Verbesserung der Entspannungsfähigkiet, Entwicklung eines tiefergehenden Verständnisses der Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche.
- Systemische Therapie und Beratung: der Mensch und seine Symptome werden im Kontext seiner Beziehungen und inneren Anteile betrachtet. Dabei stecken im Symptom und seinen psychosozialen Auswirkungen Informationen, die im therapeutischen Prozess auch zu Ressourcen und Lösungsansätzen führen können. Das Menschenbild basiert auf der Annahme, dass jede Person meist genug Ressourcen in sich hat, um Lösungen möglich zu machen. Meine Aufgabe besteht darin, den Klienten darin zu unterstützen, den Weg zur Lösung zu finden, sich und die Systeme, in denen er sich befindet, besser zu verstehen, Muster zu erkennen und neue Umgangsweisen zu finden. Hierfür nutze ich auch gerne räumlich-darstellende Methoden, wie Aufstellungen mit Figuren, Bodenankern oder Gegenständen, um das Unfassbare etwas begreifbarer zu machen.
- Körperorientierte (Trauma-)Therapie: in dieser Arbeit beziehe ich mich auf die Methode Somatic Experiencing von Peter Levine (in Ausbildung). Hierbei wird schwerpunktmäßig mit der durch traumatische Situationen aktivierte und im Körper noch gebundene Energie im Nervensystem gearbeitet. Ausgangspunkt für Levine war die Tatsache, dass Tiere in freier Wildnis nur sehr selten Traumasymptome zeigen. Er fragte sich warum das so sei, da sie offensichtlich genügend lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt sind. Ihm fiel auf, dass die Tiere drei Reaktionsmöglichkeiten ( ebenso der Mensch) auf Gefahr haben: Flucht, Kampf oder Erstarrung (Totstellen: Schutzreaktion, da Raubtiere meist keine toten Tiere essen bzw. von ihnen ablassen, zudem werden Stoffe zur Schmerzlinderung ausgestoßen). Das Nervensystem, vor allem die älteren Strukturen (Stammhirn, limbisches System), ist verantwortlich genügend Energie im Körper zu mobilisieren, um mit Flucht oder Kampf erfolgreich zu sein. Bei der Erstarrung beobachtete er, dass die Tiere zur Beendigung der Erstarrung anfingen sich zu schütteln, zu zittern, schnauben oder ähnliche Verhaltensweisen zeigten. Dies verstand er als Entladungen des Nervensystems. Die mobilisierte Energie musste noch mal abgebaut werden, da sie nicht durch die motorischen Bewegungen von Flucht und Kampf entladen werden konnten. Das Nervensystem wird so wieder auf ein entspanntes Niveau gebracht. Seiner Überzeugung nach neigen vor allem die Menschen dazu, diese Entladungsimpulse des Nervenssystems nicht oder nicht vollständig zuzulassen, bzw. auch nicht Flucht oder Kampf auszuführen und deshalb zu erstarren. Die Erfahrungen werden mit "rationalen" und emotionalen Bedeutungen belegt (überkoppelt) und Mechanismen wie Dissoziation erschweren den Zugang zu dieser gebundenen Energie. Diese führt im Körper zu diversen Symtpomen, die typisch für Traumatisierte sind (innere Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, gesteigerte Aufmerksamkeit und Beobachtung der Umwelt, gesteigerte Ängstlichkeit bis hin zu Panik, Depressionen, Taubheit einzelner Glieder oder ganzer Körperabschnitte, geringe Belastbarkeit im Alltag etc. Das therapeutische Vorgehen besteht im Kern darin, dem Nervensystem noch mal zu ermöglichen, diese Ladung aus dem Körper zu leiten, ohne dass der Klient sich wieder wie in der traumatischen Situation überflutet und gefährdet fühlt. Dies erreicht man über eine stark verlangsamte, ressourcenorientierte, dem Spürbewusstsein folgende, verbale Arbeit mit dem Klienten. Die traumatischen Erfahrungen werden nicht wieder durchlebt, sondern neu verhandelt. Diese Methode lässt sich auch gut mit der Craniosakralen Biodynamik kombinieren.
|